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Agricultural development in the Kyrgyz Republic : the impact of domestic policies, changing macroeconomic conditions, and international migration

Landwirtschaftliche Entwicklung in der kirgisischen Republik : Auswirkungen der Innenpolitik, sich ändernder makroökonomischer Bedingungen und internationaler Migration

Zhunusova, Eliza


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-134406
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2018/13440/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Kirgisische Republik , landwirtschaftliche Entwicklung , internationale Migration , Agrarpolitikanalyse
Freie Schlagwörter (Englisch): Kyrgyz Republic , agricultural development , international migration , agricultural policy analysis
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
Fachgebiet: Agrarwissenschaften und Umweltmanagement
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 26.10.2017
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 30.01.2018
Kurzfassung auf Englisch: The pattern of agricultural development in the Kyrgyz Republic is intermingled with a number of sector-specific and economy-wide trends that have been unique in this country. With the background of drastic reforms, frequent economic and political shocks, and an erratic government support, it is hard to single out the effect of individual factors on agricultural development. The goal of this PhD thesis is to elaborate on government policies in the agricultural sector, as well as on some important macroeconomic trends, in order to obtain a clearer idea on how these policies and economy-wide trends affected agricultural development in the Kyrgyz Republic. To achieve this goal, an analysis of the impact of both direct agricultural policies and economy-wide developments on agricultural incentives, an analysis of the impact of WTO accession on agricultural trade, and analyses of the international migration impacts on the household and on the macroeconomic level have been conducted.
Materials used for this dissertation include scientific literature, government and donor reports related to economy-wide, agricultural and food policies in the Kyrgyz Republic, secondary data on agricultural prices and trade, cross-sectional surveys of rural households, and secondary data on macroeconomic indicators and remittances. Methods comprise descriptive statistical tools as well as econometric techniques for analysing time-series and cross-sectional data. The empirical part of the dissertation relies on the theoretical concepts of agricultural distortions analysis, true-protection concept, the New Economic of Labour Migration framework, and the Dutch-disease concept.
The findings on government support to agriculture since independence show that the assistance to farmers has been concentrated mostly on input-related support, yet was not based on a continuous medium-run policy of market price support. On the other hand, regression results demonstrate that a significant part of the increase in the prices in the import sector is shifted on to the export sector as an implicit tax. Furthermore, own empirical findings do not confirm the view that outmigration of labour significantly reduces crop output. Thus, the concern for policy-makers should not be that outmigration negatively affects crop production, but rather that remittances are not used for generating more income that would sustain the positive effect of remittances for the remaining residents and possibly create multiplier effects. If the exchange rate of the Kyrgyz Som with the US dollar is considered, empirical results furthermore show that the Kyrgyz export sector lost in international competitiveness due to remittances. An important policy implication from both studies on international migration is that the government should create a favourable environment for and promote the investment of workers’ remittances in productive enterprises, including crop and livestock activities. The Dutch disease effects can be reversed if remittances are used to strengthen the losing sectors, but such an investment has to be economically attractive for migrants and their families.


Kurzfassung auf Deutsch: Die landwirtschaftliche Entwicklung der Kirgisischen Republik (KR) ist mit einer Reihe von sektorspezifischen und gesamtwirtschaftlichen Trends verbunden, die im Vergleich mit den Nachbarländern einzigartig sind. Einschneidende Wirtschaftsreformen, häufige wirtschaftliche und politische Schocks und eine unberechenbare staatliche Unterstützung des Agrarsektors machen es schwierig, die Auswirkungen einzelner Faktoren auf die landwirtschaftliche Entwicklung herauszuarbeiten. Das Ziel des ersten Teils dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen der Innenpolitik auf den Agrarsektor sowie auf die wichtigsten makroökonomischen Trends aufzuzeigen, um eine klarere Vorstellung davon zu bekommen, wie diese die landwirtschaftliche Entwicklung in der KR beeinflussten. Anschließend wird eine Analyse der Auswirkungen sowohl der direkten Agrarpolitik als auch der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen auf landwirtschaftliche Anreize durchgeführt. Dies wird ergänzt um eine Untersuchung der Auswirkungen des Beitritts der KR zur WTO auf den Agrarhandel und um eine Analyse der internationalen Migrationseffekte auf der haushalts- und auf makroökonomischen Ebene.
Zu den Materialien, die für diese Arbeit verwendet wurden, gehören wissenschaftliche Literatur, Berichte von Regierungen und Geberorganisationen zur Agrar- und Lebensmittelpolitik in der Kirgisischen Republik, Sekundärdaten zu Agrarpreisen und Handelsvolumina, Querschnittserhebungen von ländlichen Haushalten und Sekundärdaten zu makroökonomischen Indikatoren und Rücküberweisungen von Migranten. Die Methoden umfassen deskriptive statistische Werkzeuge sowie ökonometrische Techniken zur Analyse von Zeitreihen- und Querschnittsdaten. Der empirische Teil der Arbeit stützt sich auf die theoretischen Konzepte der i) Agrarverzerrungsanalyse, ii) der „wahren Protektion“, iii) die Neuen Ökonomischen Arbeitsmigration und iv) das Konzept der „holländischen Krankheit (Dutch Disease)“.
Die Ergebnisse der Agrarverzerrungsanalyse deuten darauf hin, dass sich die staatliche Unterstützung der Landwirte hauptsächlich auf die inputbezogene Unterstützung konzentrierte, jedoch nicht auf einer kontinuierlichen mittelfristigen Politik der Marktpreisstützung beruhte. Andererseits zeigen die Regressionsergebnisse, dass ein wesentlicher Teil des Anstiegs der Preise im importierbaren Sektor als implizite Steuer auf den exportierbaren Sektor verlagert wird. Darüber hinaus können die empirischen Befunde nicht belegen, dass die Abwanderung von Arbeitskräften den landwirtschaftlichen Ernteertrag signifikant reduziert. Die Sorge der politischen Entscheidungsträger sollte daher nicht sein, dass Auswanderung sich negativ auf die Produktion auswirkt, sondern dass Rücküberweisungen nicht dazu verwendet werden, mehr Einkommen zu generieren. Wenn der Wechselkurs des kirgisischen Som zum US-Dollar berücksichtigt wird, zeigen die empirische Ergebnisse, dass die kirgisische Exportindustrie aufgrund des Anstiegs der Rücküberweisungen an internationaler Wettbewerbsfähigkeit verloren hat. Eine zentrale Schlussfolgerung der Analyse der internationalen Migration ist, dass die Regierung ein günstiges Umfeld für die Investition von Rücküberweisungen in produktive Aktivitäten und Unternehmungen schaffen und fördern sollte. Die Auswirkungen der holländischen Krankheit können ausgeglichen werden, wenn Rücküberweisungen zur Stärkung der verlierenden Sektoren verwendet werden. Eine solche Investition muss für Migranten und ihre Familien jedoch wirtschaftlich attraktiv sein.
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