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Erhebung von Lernprozessen zum Thema Evolution in computerbasierten Lernarrangements bei Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I : qualitative Studie nach dem Modell der fachdidaktischen Entwicklungsforschung

Roth, Julian


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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-133574
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2017/13357/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Vorstellungen , Evolution , fachdidaktische Entwicklungsforschung , Anpassung , Conceptual Change
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Biologiedidaktik
Fachgebiet: Biologie
DDC-Sachgruppe: Biowissenschaften, Biologie
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 06.11.2017
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 13.11.2017
Kurzfassung auf Deutsch: Nationale sowie internationale Forschungen der letzten Jahre und Jahrzehnte zeigen, dass Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern zur evolutiven Anpassung oft nicht mit der wissenschaftlichen Vorstellung übereinstimmen. Diese fehlerhaften Alltagsvorstellungen können das Erlernen evolutionärer Inhalte behindern. Nur durch eine geeignete vorunterrichtliche Diagnose von Vorstellungen der Lernenden kann der Unterricht inhaltlich und didaktisch sinnvoll strukturiert werden. Dabei dienen die Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler als Anknüpfungspunkte um den Unterricht am Lernenden orientiert aufzubereiten.
In der vorliegenden Arbeit wurde ein schülerorientiertes computerbasiertes Lernarrangement namens SELECTIVE zum Thema evolutionäre Anpassung in Anlehnung an die fachdidaktische Entwicklungsforschung nach dem Dortmunder Modell konzipiert, erstellt und evaluiert. SELECTIVE hat dabei zwei wesentliche Funktionen. Zum einen dient es der differenzierten Diagnose von Vorstellungen, die es Lehrenden ermöglicht zeiteffizient und objektiv die unterschiedlichen Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler im Unterricht zu erheben. Zum anderen regt das Lernarrangement Schülerinnen und Schüler dazu an, im Sinne einer Conceptual Reconstruction die eigenen Fehlvorstellungen zu hinterfragen und hin zu wissenschaftlichen Vorstellungen neu- bzw. umzukonstruieren.
Die Lernprozesse von Schülerinnen und Schülern wurden während der Bearbeitung von SELECTIVE erhoben und im Anschluss analysiert. Dabei zeigt sich, dass die Schülerinnen und Schüler während der Intervention ihre eigenen Vorstellungen überdenken und im Anschluss wissenschaftlich argumentieren. Lehrende haben mit SELECTIVE zukünftig ein Lernarrangement zur Verfügung, das es einerseits ermöglicht Grundlagen der evolutionären Anpassung zu vermitteln und andererseits Schwierigkeiten aufzeigt, die Schülerinnen und Schüler mit dieser Thematik haben.
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