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Untersuchungen zur zentralen Rolle des Surfactant-Proteins B beim extrazellulÀren Surfactantmetabolismus in vitro und beim ARDS

Feustel, Andreas Gunter


Originalveröffentlichung: (2003) Wettenberg : VVB Laufersweiler 2003
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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-13217
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Universität Justus-Liebig-UniversitĂ€t Gießen
Institut: Zentrum fĂŒr Innere Medizin, Medizinische Klinik und Poliklinik II
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 3-89687-649-X
Sprache: Deutsch
Tag der mĂŒndlichen PrĂŒfung: 13.10.2003
Erstellungsjahr: 2003
Publikationsdatum: 18.12.2003
Kurzfassung auf Deutsch: Die metabolische Sequenz des intra- und extrazellulÀren Surfactants ist weitgehend bekannt.
Mittels eines von N. Gross et al. etablierten in vitro Modells war es gelungen, die Konversion
von large surfactant aggregates (LSA) zu small surfactant aggregates (SSA) unter
Laborbedingungen zu reproduzieren. Die der Surfactantkonversion zu Grunde liegenden
molekularen Mechanismen und deren Konsequenz fĂŒr die Surfactantzusammensetzung und
Surfactantfunktion waren jedoch großteils noch unklar. Vor diesem Hintergrund wurde in der
vorliegenden Arbeit ein Lavagepool von Kaninchen auf mögliche biochemische und
biophysikalische Änderungen der verschiedenen Surfactantbestandteile unter den
Bedingungen zyklischer OberflÀchenÀnderungen (in vitro Konversion) untersucht und ein
Vergleich mit Surfactanteigenschaften von ARDS-Patienten unternommen.

Die DurchfĂŒhrung der in vitroKonversion fĂŒhrte zu einem raschen, zeitabhĂ€ngigen Abfall des
relativen LSA-Gehaltes, vergesellschaftet mit einem drastischen Abfall der
OberflĂ€chenspannungs-reduzierenden Eigenschaften der LSA-Fraktion selbst. Ähnliche
Korrelationen ließen sich auch fĂŒr Proben von ARDS-Patienten finden. Als mögliche zu
Grunde liegende Mechanismen kamen sowohl lipidchemische als auch proteinchemische
VerÀnderungen des Surfactants in Frage. Die im Rahmen dieser Arbeit gefundenen
VerÀnderungen des Phospholipid-, FettsÀure- und Neutrallipidprofils unterstrichen die
Annahme, dass wesentliche Teile der LSA-Fraktion unter den Bedingungen der in vitro
Konversion in die SSA-Fraktion ĂŒbertreten. Lipidchemisch konnte allerdings keine ErklĂ€rung
fĂŒr den weitreichenden Funktionsverlust der LSA-Fraktion gefunden werden. Folgerichtig
rĂŒckten die Surfactantproteine und hier insbesondere das Surfactantprotein B ins Zentrum des
Interesses. Auch hier zeigte sich mit einem deutlichen Abfall des SP-B-Gehaltes eine
Analogie zwischen in vitro konvertierten Proben aus Kaninchen-BALF und ARDS-Patienten.
DarĂŒber hinaus ließ sich der Abfall des SP-B-Gehaltes eng mit dem Verlust des relativen
LSA-Gehaltes und dem Verlust der biophysikalischen Eigenschaften der behandelten
Lavagen korrelieren. Die hier vorliegenden Befunde lassen zwar keinen direkten Beweis zu,
aber die vielfachen Anhaltspunkte deuten darauf hin, dass SP-B eine SchlĂŒsselstellung bei der
Kontrolle des extrazellulĂ€ren Surfactantmetabolismus ausĂŒbt und möglicherweise als Ziel
einer proteolytischen AktivitÀt dienen könnte.

Die hier gewonnenen Ergebnisse fĂŒhren zu folgendem Fazit:

Unter den Bedingungen der in vitro Konversion lÀsst sich der extrazellulÀre
Surfactantmetabolismus imitieren. An diesem Vorgang scheint das Surfactantprotein B
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zentral beteiligt und möglicherweise Substrat eines bislang nicht sicher identifizierten
enzymatischen Prozesses zu sein. Die Entwicklung potenter Konversions-Inhibitoren stellt
unter UmstÀnden einen neuen therapeutischen Ansatzpunkt dar, dem Konversionsvorgang
und dem damit einhergehenden massiven Abfall der biophysikalischen Eigenschaften
entgegenzuwirken.
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