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Deskriptive retrospektive Studie zur Veränderung der Lebensqualität unter Chemotherapie in der neoadjuvanten und adjuvanten Therapie des Mammakarzinoms : eine retrospektive Untersuchung an der Asklepios Klinik Lich 2009-2011

Bach, Daniela


Originalveröffentlichung: (2017) Giessen : VVB Laufersweiler Verlag
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (7.904 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-129576
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2017/12957/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Asklepios Klinik Lich, Akademisches Lehrkrankenhaus der Justus-Liebig-Universität Gießen, Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-6590-4
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.06.2017
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 19.07.2017
Kurzfassung auf Deutsch: Die Erfassung gesundheitsbezogener Lebensqualität aus Sicht der Patienten und die Optimierung derselben gerät als Kriterium zur Bewertung des Therapieerfolges immer Mehr in den Fokus. In der vorliegenden retrospektiven Studie wurden die Lebensqualitätsbögen von 107 Mammakarzinom-Patientinnen ausgewertet, die Zwischen 2009 und 2011 an der Asklepios Klinik in Lich eine adjuvante oder Neoadjuvante taxan- und/oder anthrazyklinhaltige Chemotherapie erhielten. Als zu Betrachtende Größe zur Beschreibung der Lebensqualität der Patientinnen unter Chemotherapie wurden die Veränderungen bezüglich Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Obstipation, Appetit, Schmerzen mit/ohne Medikation, Finger- und Fußnagelveränderungen, Mundschleimhautveränderungen, Fieber, Missempfindung/ Kribbeln Und der beruflichen/häuslichen Aktivität beschrieben. Erhoben wurden dabei die Daten Zu drei Zeitpunkten: vor Beginn der Chemotherapie, vor dem dritten und vor dem Sechsten Zyklus. Es galt zu klären, ob zwischen einzelnen Chemotherapieregimen Unterschiede in der Veränderung der Lebensqualität bestehen und ob das Risikoprofil Der Patientin die Lebensqualität zusätzlich beeinflusst. Hierzu erfolgten nach deskriptiver Datenanalyse zur Erfassung der Patientencharakteristika Häufigkeitsanalysen und die Überprüfung auf stochastische Zusammenhänge mit Hilfe des exakten Fisher-Testes. Ziel war es, den Patientinnen Vor Beginn der Therapie eine Perspektive geben zu können, mit welchen Veränderungen im Verlauf der Behandlung zu rechnen sein wird. Die Ergebnisse der Studie sollten den Patientinnen eine Entscheidungshilfe geben und den behandelnden Ärztinnen und Ärzten als Leitfaden der Patientenbetreuung nützlich sein. Insgesamt zeigten sich in der Auswertung deutlich weniger höhergradige Unerwünschte Wirkungen als erwartet. Ein stochastischer Zusammenhang zwischen Dem Auftreten von Nebenwirkungen und einem bestimmten Chemotherapieregime Konnte ebenso wenig nachgewiesen werden wie ein Zusammenhang mit den Risikoprofilen der Patientinnen. Es fanden sich jedoch Hinweise auf mögliche Zusammenhänge. So zeigte sich eine Häufung von Übelkeit Grad 3 bei Patientinnen Unter FEC/Doc, während Nagelschäden sowie das Auftreten einer Mucositis jeweils Zweiten bis dritten Grades vor allem bei Patientinnen unter Docetaxel bemerkt werden Konnten. Abschließend kann festgehalten werden, dass die Lebensqualität der Patientinnen Gemäß der ausgewerteten Fragebögen verhältnismäßig wenig eingeschränkt war unter Therapie. Inwiefern dieses Ergebnis auf psychologische Aspekte beim Ausfüllen der Bögen zurückzuführen ist und welchen Anteil die standardisierte Begleitmedikation hat, muss zunächst Gegenstand weiterer Untersuchungen bleiben.
Kurzfassung auf Englisch: The measurement of health-related quality of life from the patients‘ point of view, and Ist improvement as a criteria to evaluate the effects of therapy, has become more and More the center of attention. In the present retrospective survey, quality of life questionnaires of 107 breast cancer Patients at the Asklepios Klinik in Lich who had received adjuvant and neoadjuvant Taxane and/or anthracycline based chemotherapy between 2009 and 2011 were Evaluated. To describe the patients‘ quality of life during chemotherapy, changes in Nausea, vomiting, diarrhoea, obstipation, appetite, pain (with or without medication), finger- and toenails, oral mucosa, fever, paraesthesia and job related/domestic activity were reported. Data was collected at three given times: before beginning chemotherapy, before the Third cycle and before the sixth cycle. The research sought to determine if different chemotherapy-regimens influenced the Changes in quality of life differently and if the patients‘ risk profiles played an additional Role. To measure this, descriptive data analysis was done to determine patient Characteristics, followed by frequency analysis and the examination for stochastic links With Fisher’s exact test. The objective was to give the patients an outlook on the Changes to expect during their therapy before getting started. The results of this study Are meant tob e used as a decision-making tool for patients and a helpful guide for Patient care fort he attending physicians. In summary, the analysis showed considerably less severe adverse events than had Been expected. There was no stochastic correlation between side effects of a certain Chemotherapy regimen nor between adverse events and the patients‘ risk profiles. However, indications for possible correlations could be found. There was a Accumulation of nausea grade 3 and patients undergoing chemotherapy with FEC/Doc, whereas nail defects and mucositis second and third grade appeared mostly in patients under therapy with Docetaxel. To conclude, it can be stated that according tot he questionnaires, the patients‘ quality Of life was relatively little decreased during therapy. To what extend the psychological Aspects influenced the filling out of the questionnaire or the standardized co-medication Play a role in these results, needs tob e the concern for further investigations.
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