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Web-based Training in der Hochschullehre - Bedingungsanalyse lern- und motivationsförderlicher Gestaltungsmerkmale

Müller, Nina


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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-129286
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Freie Schlagwörter (Deutsch): E-Learning , ARCS , Web-based Training , E-Lecture , Vorlesung
Freie Schlagwörter (Englisch): E-Learning , ARCS , Web-based Training , E-Lecture , Lecture
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Pädagogische Psychologie; Forschungsgruppe Instruktion und Interaktive Medien
Fachgebiet: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.06.2017
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 26.06.2017
Kurzfassung auf Deutsch: E-Learning spielt im Rahmen der Hochschullehre eine zunehmend bedeutendere Rolle. Ziel der vorliegenden Dissertation war es deshalb zu untersuchen, inwieweit Akzeptanz und Lernwirksamkeit von E-Learning-Anwendungen für das Studium gefördert werden können. Um dies zu untersuchen, wurden im Rahmen der ersten Studie die Lernwirksamkeit und Akzeptanz der beiden prominentesten E-Learning-Methoden E-Lecture und Web-based Training (WBT) im Vergleich zur traditionellen Präsenzvorlesung evaluiert. Für die zweite Studie wurden Web-based Trainings hinsichtlich verschiedener lernförderlicher Gestaltungsmerkmale nach dem ARCS-Modell von Keller (2010) variiert und vergleichend evaluiert.
Bei beiden Studien handelt es sich um umfangreiche Felduntersuchungen, an denen insgesamt etwa 2500 Studierende teilnahmen. Außerdem folgten beide Untersuchungen einem Versuchsplan mit Messwiederholung. Dies ermöglichte jeweils mehrere Replikationen sowie inhalts-, person- und materialinvariante Vergleiche. Die Arbeit mit einer großen studentischen Zielgruppe im Kontext regulärer Lehrveranstaltungen stellt darüber hinaus eine hohe ökologische Validität der Ergebnisse sicher.
Die Ergebnisse aus beiden Studien sprechen für eine gute Lernwirksamkeit und Akzeptanz der eingesetzten Lehrmethoden. Alle Lehrmethoden können folglich zukünftig mit gutem Gewissen in der Lehre eingesetzt werden. Wenn signifikante Unterschiede hinsichtlich der Lernwirksamkeit und Akzeptanz auftraten, fielen diese im Vergleich zwischen E-Learning und Präsenzlehre zumeist zugunsten der E-Learning-Anwendungen aus. Im Vergleich zwischen E-Lectures und WBTs schnitten die Web-based Trainings in vielen Bereichen signifikant besser ab.
Es zeigte sich, dass die Studierenden die Stärken der zur Verfügung gestellten Lehrmethoden und materialien gut einschätzen können. Sie setzten sie je nach Lernziel unterschiedlich ein bzw. wünschten sie sich für unterschiedliche Zwecke. Je nach Lernziel sollte in der Hochschullehre folglich die jeweils geeignetste Methode ausgewählt werden. Dabei wünschten sich die Studierenden eine Fortsetzung der traditionellen Vorlesung und zusätzlich eine Unterstützung durch E Learning-Maßnahmen. Dies spricht für ein Blended Learning-Konzept in der Hochschullehre, in dem Vorteile von Präsenzlehre und E Learning miteinander kombiniert werden.
Im Hinblick auf die Frage, was bei der Erstellung von lernförderlichen und gut akzeptierten E-Learning-Anwendungen beachtet werden muss, sprechen die Ergebnisse von Studie II für den Einsatz des ARCS-Modells (Keller, 2010). Auf jeden Fall ist es sinnvoll, die Komponenten „Erfolgszuversicht“ und „Zufriedenheit“ umzusetzen. Die Komponente „Relevanz“ sollte immer dann zum Einsatz kommen, wenn sich Übertragbarkeit und praktische Anwendbarkeit nicht direkt aus den Inhalten heraus ergeben. Die Komponente „Aufmerksamkeit“ erwies sich als die am wenigsten einflussreiche Komponente und kann in vielen Lernsituationen getrost vernachlässigt werden.
Kurzfassung auf Englisch: Today, e-learning plays a significant role in higher education. And, as many experts say, the impact of e-learning is still increasing. Consequently, the main objective of the present dissertation was to find out whether it is possible to increase both the acceptance and the learning effectiveness of the two most prominent forms of e-learning, namely e-lectures and web-based trainings (wbts). In particular, study 1 compared the learning effectiveness and acceptance of both of these e-learning applications to a traditional university lecture on psychology for student teachers. For study 2, different versions of the same wbt content were created based on the ARCS-model proposed by Keller (2010). Study 2 focussed on the learning effectiveness and acceptance of these different wbt versions.
Both studies were extensive field tests with a total of 2.500 participating students approximately. Both studies followed stringent experimental designs with repeated measurement and multiple replications of the experimental variations. Consequently, the comparions of the different instructional methods were possible invariant of teaching content and subjects. Of course, the examination of a large group of students participating in a regular university course guarantees a high ecological validity of the findings.
The results of both studies indicate that both traditional university lectures as well as e learning were very well received by the students and lead to good learning results. Hence, all of these teaching methods can be recommend for higher education. However, whenever significant differences were observed between e-learning and lectures with respect to learning effectiveness and acceptance, these comparisons were in favor of the e-learning applications. Moreover, when comparing e-lectures to web-based trainings, the latter outperform the e-lectures in the majority of instances.
In addition, it was found that students are very good at identifying and utilizing the benefits and strenghts of each teaching method depending on their current learning objective. Therefore, it makes a lot of sense in designing higher education to provide the most appropriate teaching method for any particular learning objective. As far as students are concerned universities should continue to offer traditional lectures and enrich this learning experience by providing a variety of e-learning-applications. This is further evidence for blended learning in higher education in order to make use of the advantages of both lectures and e-learning applications.
With respect to the key design features of learning efficient and highly accepted e-learning-applications, the findings of study 2 provide strong evidence for the use of the ARCS model (Keller, 2010). In each case, Keller’s components „confidence“ and „satisfaction“ should be implemented. The component „relevance“ should be used whenever the teaching content does not provide sufficient information about its practical relevance and applicability. Finally, the component „attention“ seems to be the least important variable in Keller’s model and can therefore be neglected in many learning situations.
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