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Dynamische Texttheorie

Fritz, Gerd


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2. Auflage

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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-126011
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Textlinguistik , Textdynamik , Sequenzmuster , Wissensaufbau im Text , Themenbehandlung
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Germanistik
Fachgebiet: Germanistik
DDC-Sachgruppe: Sprachwissenschaft, Linguistik
Dokumentart: Buch (Monographie)
Zeitschrift, Serie: Linguistische Untersuchungen ; 05; 2. Aufl.
ISBN / ISSN: 978-3-944682-24-2
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 09.05.2017
Kurzfassung auf Deutsch: Das vorliegende Buch ist die aktualisierte zweite Auflage der „Dynamischen Texttheorie“ von 2013. Es bietet einen Überblick über grundlegende Fragen der Texttheorie aus einer hand-lungstheoretischen Perspektive. Bei der hier entwickelten texttheoretischen Konzeption stehen Aspekte der Textdynamik im Zentrum der Betrachtung. Die Dynamische Texttheorie model-liert die schrittweise Lösung kommunikativer Aufgaben im Text, die Kontextveränderung bzw. den Wissensaufbau, die lokale und globale Sequenzierung und ihre Varianten, die Dy-namik der Themenbehandlung und die Spielräume von Texttypen. Dabei werden die Prinzi-pien und Verfahren der Textorganisation als Ressourcen verstanden, die die Textproduzenten und Textrezipienten nutzen, um Texte herzustellen und zu verstehen. Die Strukturen der ent-stehenden Texte sind das Produkt der Anwendung dieser Verfahren.
In Teil I des Buches werden grundlegende Theorieelemente eingeführt und diskutiert. Nach einleitenden Überlegungen zu den Aufgaben einer Texttheorie werden zunächst (Kapitel 2) funktionale Textbausteine unterschiedlicher Größe beschrieben (von funktionalen Elementen unterhalb der Satzebene bis zu Abschnitten), es wird das handlungstheoretische Grundinven-tar eingeführt (ein komplexer Handlungsbegriff und verschiedene Konstellationen von Hand-lungen/Handlungsmustern) und es wird exemplarisch ein Ausschnitt des Repertoires an sprachlichen Äußerungsformen für die Lösung kommunikativer Aufgaben im Deutschen be-schrieben. Eine Erweiterung des rein sprachlichen Repertoires bilden multimodale Dokumente, für die ebenfalls eine handlungstheoretische Betrachtungsweise expliziert wird. Den nächsten Schritt bildet in Kapitel 3 die Darstellung von Prinzipien der lokalen Textorganisation. Dabei spielen Sequenzmuster und die Eigenschaften und Formen des Wissensaufbaus (Common Ground Management) eine zentrale Rolle. Gleichzeitig werden Probleme von Referenz und Koreferenz sowie der Zusammenhang von Wissensaufbau und Informationsverpackung behandelt.
Mit den darauf folgenden zwei Kapiteln (4 und 5) wird die Brücke zwischen lokaler und globaler Textorganisation geschlagen: Jeweils ein Kapitel ist den Themenstrukturen und For-men des Themenmanagements und der Rolle von Kommunikationsprinzipien bei der Text-produktion und -rezeption gewidmet.
Den Abschluss von Teil I des Buches bildet Kapitel 6, ein zentrales Kapitel, das Prinzipien der globalen Textorganisation behandelt, von der globalen Sequenzierung von funktional-thematischen Textbausteinen und dem globalen Wissensaufbau bis hin zur globalen Organisa-tion von Texttypen. Am Beispiel von Anleitungstexten und narrativen Texten werden texttyp-spezifische Aspekte der globalen Textorganisation beschrieben und diskutiert. Hier wird ins-besondere auf Sequenzierungsvarianten und deren strategische Nutzung eingegangen. Ein kurzer Abschnitt widmet sich der Frage, welche Möglichkeiten und Probleme des Wis-sensaufbaus sich ergeben, wenn Texte in Serien veröffentlicht werden (Kontroversen, Zei-tungsberichte über längere Ereignisse, Serien von Kriminalromanen). Ein abschließender, längerer Abschnitt geht dann auf methodische Fragen der Beschreibung und Klassifikation von Texttypen ein. Dabei stehen Parameter der globalen Textorganisation und die Genese von Texttypen im Vordergrund der Betrachtung.
Teil II des Buches behandelt Anwendungen und weitere Perspektiven der hier entwickelten Theorie. Dieser Teil beginnt mit kleineren Fallstudien zu Chancen und Risiken des Textan-fangs, zur textuellen Nutzung von Wiederholungen und zur Metaphernentfaltung im Text. Die darauf folgenden größeren Kapitel behandeln Formen der Intertextualität, geben eine exem-plarische Analyse von Texttypen am Beispiel von wissenschaftlichen Blogs und diskutieren Probleme der Textqualität und Textoptimierung. Es folgt zur Lockerung ein kleines Kapitel über Formen des „anarchischen Schreibens“, und den Abschluss des Buches bildet eine knap-pe kritische Auseinandersetzung mit der „Rhetorical Structure Theory“, eine Auseinanderset-zung, die Gelegenheit bietet, nochmals grundlegende Fragen der Texttheorie aufzugreifen.
Kurzfassung auf Englisch: The book provides a survey of basic problems of linguistic text theory from an action-theoretic perspective. Dynamic text theory models the step-by-step solution of communicative tasks in the course of text production, including context change and common ground management, local and global sequencing, the dynamics of topic management, and the range of variation in texts of given text types. In this context, textual organizing principles are conceptualized as resources used by writers in their text production. The emergent structures of texts are viewed as results of the application of these organizing principles.
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