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Methodeneinsatz in der räumlichen Planung : Methodenverständnis, Hemmnisse und Gelingenskriterien

Hoffmann, Anna


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-123201
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2016/12320/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Planungsmethoden , Stadtplanung , Planungsprozesse , Beteiligung
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Geographie
Fachgebiet: Geographie
DDC-Sachgruppe: Geowissenschaften
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 10.10.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 09.11.2016
Kurzfassung auf Deutsch: In dieser Dissertation werden erstens die Methodenverständnisse von Planungswissenschaftlern und Planungspraktikern analysiert und zweitens Hemmnisse und Gelin-genskriterien identifiziert, die beim Methodeneinsatz in der räumlichen Planung auftreten können. Das Ziel dieser Arbeit ist es, ein Bewusstsein für den Begriff Methoden und für den Methodeneinsatz zu schaffen.
Das Forschungsdesign setzte sich aus einer Expertenstudie mit leitfadengestützten Experteninterviews sowie einer vergleichenden Fallstudienanalyse zusammen. Die Expertenstudie bestand aus 22 Interviews mit Planerinnen und Planern, die inhaltsanalytisch ausgewertet wurden. Zusätzlich wurde eine deskriptive Auswertung hinsichtlich der Bekanntheit und Anwendung von Methoden durchgeführt. Diese Daten dienten für eine Typenbildung mittels einer Clusteranalyse. Anhand der Fallstudienanalyse wurde der Methodeneinsatz in zwei Projekten der Sozialen Stadt West und zwei Stadtumbauprojekten in Frankfurt a.M. und Fulda untersucht. Dazu wurden 32 qualitative Interviews durchgeführt und inhaltsanalytisch ausgewertet sowie Dokumente analysiert. Zudem erfolgte eine Einordnung der Ergebnisse der Experten- und der Fallstudie in das „Planungsmodell der dritten Generation“ von SCHÖNWANDT (2002).
In der Expertenstudie wurden folgende Hemmnisse und Gelingenskriterien aufgezeigt, die beim Methodeneinsatz auftreten können: fehlende Ressourcen, fehlende Metho-denkompetenz, Theorie-Praxis-Gap, Überforderung durch Methoden und Methodenüberdruss (Hemmnisse) sowie Methodenkompetenz, Flexibilität, die Anwendung verständlicher Methoden, Kommunikation und eine Methodenreflexion (Gelingenskriterien). In der Fallstudienanalyse wurde der Methodeneinsatz an vier konkreten Planungsprozessen nachvollzogen sowie die identifizierten Hemmnisse und Gelingenskriterien überprüft. Die Analyse der Methodenverständnisse der Planungswissenschaftler sowie der Planungspraktiker zeigt, dass die Begriffe unterschiedlich wahrgenommen und definiert werden und eine Vielzahl an unterschiedlichen Definitionen vorliegt. Eine Empfehlung ist daher, die Methodenreflexion im Planungsalltag zu fördern, um den Methodeneinsatz nachzuvollziehen und ggf. zu verbessern.
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