Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Überprüfung und Validierung des Hautzufriedenheitsfragebogens (HautZuf-30) an chronischen Schmerzpatienten und Vergleich mit Neurodermitispatienten

Ulonska, Birte


Originalveröffentlichung: (2016) Giessen : VVB Laufersweiler Verlag
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (3.511 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-121228
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2016/12122/

Bookmark bei del.icio.us


Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Psychosomatische Medizin, Institut für Medizinische Psychologie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-6450-1
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.04.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 21.06.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Im Jahr 2003 entwickelten Grolle et al. in Gießen den Hautzufriedenheitsfragebogen (HautZuf), um psychosoziale Aspekte der Haut bei Hautgesunden und Hautkranken zu erfassen (56). Bisher wird er sowohl im nationalen als auch internationalen Umfang in der psychosomatischen Dermatologie erfolgreich angewendet.
Bei Hautkranken wurde beobachtet, dass Berührungen als unangenehm empfunden werden (104). Bei Schmerzpatienten wurde ähnliches beobachtet (144). Um dieses Thema zu beleuchten, wurde der HautZuf-30 nun erstmalig an Schmerzpatienten untersucht.
Ziel dieser Arbeit war es, den HautZuf-30 an chronischen Schmerzpatienten hinsichtlich seiner psychometrischen Zuverlässigkeit und Gültigkeit zu überprüfen und einen Vergleich zu Neurodermitispatienten herzustellen.
Der HautZuf-30 wurde in einer Stichprobe von 91 Schmerzpatienten in der Schmerzambulanz des Uniklinikums Gießen untersucht. Außerdem nahmen 57 ambulant rekrutierte Neurodermitispatienten als Kontroll- und Vergleichsgruppe an der Studie teil.
Die Skalenstruktur des HautZuf-30 erwies sich bei chronischen Schmerzpatienten als robust und reliabel und wurde in der Kontrollgruppe bestätigt.
Im Rahmen der Validierung des HautZuf-30 wurde dieser mit Sozial-, Krankheits- und Schmerzparametern korreliert und anschließend auf Zusammenhänge mit den Testinstrumenten DKB-35, SAM, TAS-20 und HADS-D untersucht. Die HautZuf-30-Skalen zeigten keine Abhängigkeit von der momentanen Schmerzstärke, jedoch vom subjektiven Krankheitsempfinden. Des Weiteren fanden sich schlüssige und logische Zusammenhänge der HautZuf-30-Skalen und den Skalen des DKB-35, SAM, TAS-20 und HADS-D.
Abschließend wurden die Zusammenhänge des HautZuf-30 mit den Sozial- und Krankheitsparametern und den weiteren Testinstrumenten bei Schmerz- und Neurodermitispatienten verglichen. Ein starker Hautbefall beeinflusst psychosoziale Aspekte der Haut stärker als Schmerzen.
Abschließend kann man den HautZuf-30 als reliablen und validen Fragebogen bei chronischen Schmerzpatienten bezeichnen, der sowohl bei Schmerz- als auch bei Neurodermitispatienten angewendet werden kann.
Kurzfassung auf Englisch: 2003 Grolle et al. introduced the „Skin Satisfaction Questionnaire“ (SSQ) in Gießen in order to examine psychosocial factors influencing the skin of healthy subjects and dermatological patients (56). Since then it has been applied in national and international psychosomatic dermatological studies.
It was found that touch evokes an unpleasant feeling in dermatological patients (104). Equal observations were found in patients with chronic pain (144). In order to illuminate this topic the SSQ-30 was applied in patients with chronic pain for the first time during this study.
Aim of this study was to verify the SSQ-30 in patients with chronic pain regarding psychometric reliability and validity and to compare it to patients with atopic dermatitis.
The SSQ was examined in a group of 91 patients with chronic pain in the pain center of the university hospital in Gießen. In addition the SSQ was handed out to 57 patients with atopic dermatitis in an ambulatory treatment as a control group.
The structure of scales of the SSQ-30 could be confirmed in patients with chronic pain, and was confirmed in the control group either.
Within the scope of validation of the SSQ-30 correlations were proved with social, illness and pain parameters, as well as the others measures DKB-35, SAM, TAS-20 and HADS-D. There were found no connections between extent of pain and the SSQ, but a connection of subjective sensation of pain and SSQ-30. In addition there were found coherent and logical correlations between SSQ-30 and the other measures.
At last correlations of the SSQ-30 and social and illness parameters as well as the other measures were compared in both groups. The extent of skin lesions suggests a bigger influence on psychosocial aspects of the skin than pain does.
In summary we could confirm the reliability and validity of the SSQ-30 in patients with chronic pain. The SSQ-30 can be disposed in patients with chronic pain as well as in patients with atopic dermatitis.
Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen ohne Print on Demand