Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Vergleichende morphologische Untersuchung der Morgan-Linie mittels Röntgen, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT)

Stein, Nannette Isabelle


Originalveröffentlichung: (2016) Giessen : VVB Laufersweiler Verlag
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (9.030 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-121216
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2016/12121/

Bookmark bei del.icio.us


Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinikum Veterinärmedizin, Klinik für Kleintiere, Chirurgie
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-6454-9
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 19.05.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 20.06.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Die hier vorgelegte Studie untersucht 88 Hüftgelenke mit Morgan-Linie von Hunden der HD-Grade A1, A2, B1 und B2 mittels Röntgen, CT und MRT. Die Morgan-Linien werden in 5 verschiedene Morphologie-Gruppen eingeteilt. Es werden verschiedene Parameter im Röntgen (HD-Grad, Subluxationsindex, Norberg-Winkel), in der CT (vorhandenen Arthrosen, Dorsolaterale Subluxation, Dichte des Femurkopf und-hals) und der MRT (Synovial Fluid Index, Kapsel- und Knorpeldicke, Signal des Femurhalses) bestimmt. Ziel der Untersuchung ist es, die verschiedenen Erscheinungsformen der Morgan-Linie unter Verwendung der CT und MRT näher zu klassifizieren, um eine Einteilung der Morgan-Linie als Normvariante oder als Hinweis auf eine HD zu ermöglichen. Im Weiteren soll die Wertigkeit von CT und MRT bei der Beurteilung der degenerativen Gelenkerkrankung ermittelt werden, um den Einsatz dieser Verfahren im Rahmen der Zuchtselektion zu prüfen. Im Rahmen der Studie soll zur gezielten Untersuchung der Hüftgelenke mittels MRT ein Untersuchungsprotokoll ermittelt werden. Die Morphologie-Gruppen der Morgan-Linie zeigen keine statistisch signifikante Abhängigkeit zu den in der Röntgen-, CT- und MRT-Untersuchung erhobenen Parametern. Auch die demographischen Daten wie Rasse, Alter, Geschlecht oder Gelenkseiten ergeben keinen statistisch darstellbaren Zusammenhang zu den verschiedenen Morphologie-Gruppen der Morgan-Linie. Eine Klassifizierung der Morgan-Linie in unterschiedliche Erscheinungsformen innerhalb der HDGrade A1 bis B2 mittels CT und MRT ist anhand der vorliegenden Ergebnisse der Studie nicht möglich. Für die ML-Gruppen 1-5 kann keine Aussage über die Bedeutung einer vorliegenden HD bzw. DGE getroffen werden. Die untersuchten Daten ergeben, dass der HD-Grad signifikant vom errechneten DLS-Wert in der CT-Untersuchung abhängig ist und die DLS negativ mit dem Subluxationsindex korreliert. Der Norberg-Winkel zeigt sich unabhängig von den DLS-Werten. Es liegen keine signifikanten Abhängigkeiten von HD-Grad, Norberg-Winkel und SI zu den in der MRT bestimmten Parametern vor. Die Wertigkeit des CTs und MRTs in Zusammenhang für eine Zuchtselektion bezüglich der HD bleibt anhand der in dieser Studie gemessenen Parameter fraglich. Die Nicht-Labrador-Gruppe weist einen signifikant niedrigeren Mittelwert der DLS auf als die Labrador-Gruppe. Auch die Verteilung der Daten unterscheidet sich signifikant in beiden Fällen. Die Erfassung der Dichte des Femurkopfes und – halses erbrachte keine neuen Erkenntnisse. Der SFI unterscheidet sich deutlich im Vergleich zu vorangegangenen Studien, weist jedoch keine statistisch relevanten Unterschiede in Bezug auf Rasse, Alter, Geschlecht oder Gelenkseite auf. Die erfasste Knorpeldicke der Gelenke stimmt mit Werten hüftgesunder Hunde überein. Trotz der im Vergleich zur Humanmedizin nur sehr kleinen Gelenkstrukturen beim Hund sind im verwendeten Hochfeldgerät (1 Tesla) die untersuchten Strukturen in den angefertigten Sequenzen mit Ausnahme des Gelenkknorpels gut sichtbar und identifizierbar. Die vereinzelt reduzierte Abgrenzbarkeit des Gelenkknorpels ist bedingt durch ein starkes Bildrauschen. Eine Verbesserung der Bildqualität ist im Rahmen des genehmigten Tierversuchsantrages nicht möglich gewesen. Ein Vergleich der Daten mit Tieren der HD-Grade A und B ohne Morgan-Linie bzw. eine Reevaluation des verwendeten Patientengutes nach 1-2 Jahren wäre in weiteren Studien erstrebenswert. Des Weiteren steht ein Vergleich zu den Hunden aus, die bereits radiologisch offensichtlich an einer DGE infolge einer HD erkrankt sind.

Kurzfassung auf Englisch: This study examines 88 hip joints of dogs with a hip dysplasia grading of A1, A2, B1 and B2 showing a Morgan Line. Joints are imaged using digital radiography, CT and MRI. The Morgan Line is divided in 5 different groups based on their radiographic morphology. Several parameters are evaluated. On radiographs the degree of hip dysplasia, the subluxation index and the Norberg angle are assessed. CT images were assessed for presence of arthritis, in addition the dorsolateral subluxation was calculated and the density of the femoral head and neck are measured. On MRI the synovial fluid index, the thickness of joint capsule and cartilage as well as the signal intensity of the femoral neck are recorded. The aim of this study is to divide the various manifestations of the Morgan Line using CT and MRI into a normal variation or an indication of hip dysplasia. Furthermore, the value of CT and MRI in the assessment of degenerative joint disease of the hip joint is assessed to determine the usefulness of these techniques for breeding selection. For the purpose of this study a MRI protocol was developed to assess the various structures of the hip joint. The morphology of the Morgan Line shows no statistically dependence to the upraised parameters in radiography, CT or MRI. No dependency on race, age, sex or joint side exists. It was not possible to divide the different manifestations of the Morgan Line into a normal variation or an indication of hip dysplasia. The results of the current study prove that the hip dysplasia degree is significantly dependent on the DLS score calculated from the CT images and the DLS is negatively correlated with the radiographically calculated subluxation index. The Norberg angle is independent of the DLS score. There are no significant dependencies of the hip dysplasia degree, Norberg angle and subluxation index to the parameters evaluated on MRI. The value of CT and MRI for breeding selection for hip dysplasia is questionable based on the examined parameters. The Non-Labrador group has a significantly lower average DLS score as the Labrador group. Also, the distribution of data is significantly different in both groups. The measurement of the density of the femoral head and neck reveals no new findings. The SFI differs from published values. However, no statistically significant difference in terms of race, age, sex or joint side is found. The detected cartilage thickness of the joints is in accordance with values published for dogs, which are not suffering from hip dysplasia. Despite the very small joint structures in the dog, the investigated structures, except for the articular cartilage, are clearly visible and identifiable using a 1Tesla magnet. The reduced delineation of the articular cartilage was due to strong image noise. An improvement of the image quality was not possible within the approved animal trial setting due to time restrictions. A comparison of the data with animals of hip dysplasia degree A and B without a Morgan Line and a re-evaluation of the patients after 1-2 years would be desirable. Furthermore, studies examining dogs that show a degenerative joint disease due hip dysplasia are required.
Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen ohne Print on Demand