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BeitrÀge zur Texttheorie und Diskursanalyse

Fritz, Gerd


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-120244
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2016/12024/


Freie Schlagwörter (Deutsch): Texttheorie , TextkohĂ€renz , Texttypen , Diskursanalyse , Wissenschaftskommunikation
Universität Justus-Liebig-UniversitĂ€t Gießen
Institut: Institut fĂŒr Germanistik
Fachgebiet: Germanistik
DDC-Sachgruppe: Sprachwissenschaft, Linguistik
Dokumentart: Buch (Monographie)
Zeitschrift, Serie: Linguistische Untersuchungen ; 09
ISBN / ISSN: 978-3-944682-17-4
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 07.06.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Die 11 BeitrĂ€ge dieses Bandes befassen sich mit theoretischen Grundfragen der Texttheorie und Diskursanalyse, mit verschiedenen Texttypen (Rezensionen, wissenschaftlichen AufsĂ€tzen, wissenschaftlichen Blogposts, Streitschriften und VogelbĂŒchern), dem Gebrauch von Text-Bild-Materialien und der Geschichte des deutschen Sprachgebrauchs in Kontroversen.
Im ersten Beitrag des Bandes diskutiere ich einige aktuelle Fragen der linguistischen Diskursanalyse, entwickle ein Programm fĂŒr eine handlungstheoretisch fundierte Diskursanalyse, konkretisiere diese Perspektive exemplarisch mit einem Analyseprogramm fĂŒr Kontroversen und setze mich kritisch mit einigen Aspekten einer neueren EinfĂŒhrung in die Diskurslinguistik auseinander.
Der zweite Beitrag „Textsemantik – was ist das?“ befasst sich mit der Frage, was der Gegenstand eines Forschungszweigs „Textsemantik“ sein könnte. Insgesamt komme ich zu der skeptischen Auffassung, dass es einen einigermaßen abgegrenzten und kohĂ€renten Forschungszweig der Textsemantik nicht geben kann und dass bisher der Begriff der Textbedeutung weitgehend ungeklĂ€rt ist. DemgegenĂŒber plĂ€diere ich fĂŒr eine handlungstheoretische Konzeption der Texttheorie, bei der das kommunikative Potenzial von Texten eine grundlegende Kategorie ist.
Der darauf folgende kurze Beitrag „Ist ein Text eine Handlung?“ befasst sich mit der Frage, ob man, wie in texttheoretischen Schriften oft zu lesen, sagen kann, dass ein Text eine Handlung sei. Ich komme zu dem Ergebnis, dass dies keine sinnvolle Redeweise ist. Ich versuche zu zeigen, dass diese Reflexion keine theoretische Spielerei ist, sondern weitreichende Folgen fĂŒr die Texttheorie und Textanalyse hat.
Im vierten Beitrag „‘KohĂ€renz entsteht im Verstehen‘“ setzte ich mich kritisch auseinander mit der in der linguistischen und hĂ€ufiger in der literaturwissenschaftlichen Literatur vertretenen Auffassung, dass letztlich die LeserInnen darĂŒber entscheiden, was der Sinn eines Textes ist.
Der fĂŒnfte Beitrag befasst sich mit „Kurzen wissenschaftlichen Texten“. Mit der Betrachtung von Kurztexten, von ZeitschriftenbeitrĂ€gen im 17. Jahrhundert bis zu heutigen wissenschaftlichen Blogposts, versuche ich auszuloten, welche kommunikativen Potenziale und Probleme kurze wissenschaftliche Texte in unterschiedlichen Medienformaten zeigen. Als ein Beispiel fĂŒr einen wissenschaftlichen Kurztext folgt als sechster Beitrag der Blogpost „Kontroversenlust und Kontroversenscheu“.
Der siebte Beitrag „Zur Praxis wissenschaftlichen Rezensierens“ behandelt das Rezensieren in seinen kommunikativen und organisatorischen ZusammenhĂ€ngen. Ich versuche, aus der Geschichte und den kulturellen Varianten der Rezensionspraxis Perspektiven fĂŒr eine zukĂŒnftige kommunikative Praxis von Rezensions-Kommunikationen in digitalen Formaten zu gewinnen.
Im achten Beitrag „Text- und Bildgebrauch. Aus der Praxis des ornithologischen Laien“ geht es exemplarisch um die Erweiterung der handlungstheoretischen Betrachtungsweise auf den Text-Bild-Gebrauch im Kontext einer praktischen AktivitĂ€t, der Vogelbestimmung im GelĂ€nde.
Die zwei darauf folgenden BeitrĂ€ge zum Sprachgebrauch in wissenschaftlichen Kontroversen um 1600 und um 1780 beschreiben Ausschnitte der sprachlichen Mittel, mit denen in den betreffenden Perioden die typischen kommunikativen Aufgaben kontroversen Schreibens erfĂŒllt wurden. Die beiden BeitrĂ€ge verstehen sich als Bausteine zu einer Sprachgeschichte des kontroversen Redens und Schreibens im Deutschen.
Der abschließende Beitrag „Letzte SĂ€tze in wissenschaftlichen Texten“ bildet das GegenstĂŒck zu einem Kapitel ĂŒber „Erste SĂ€tze“ in meiner „Dynamischen Texttheorie“. Anhand von verschiedenen wissenschaftlichen Texttypen versuche ich charakteristische Funktionen und Probleme von letzten SĂ€tzen in Texten zu bestimmen.
Kurzfassung auf Englisch: In the 11 papers collected in this volume, I continue my earlier work on Dynamic Text Theory, the historical pragmatics of controversies, and scientific communication. I discuss basic problems of text theory and discourse analysis, I describe various text types (e.g. reviews, blogposts, research articles, and pamphlets), I analyze the use of multimodal materials in books and apps for bird-watchers, and finally, I describe the use of the German language in 17th and 18th century scientific controversies.
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