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Zusammenhang zwischen MRT-Befunden und klinischen Symptomen bei Hunden mit Hydrozephalus im Vergleich zu Hunden mit Ventrikulomegalie

Laubner, Steffi


Originalveröffentlichung: (2016) Giessen : VVB Laufersweiler Verlag
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (9.493 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-119821
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2016/11982/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Kleintiere, Chirurgie
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-6417-4
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.01.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 07.03.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Erweiterte Ventrikel kommen häufig bei brachyzephalen Hunden vor, ohne dass die Tiere klinische Symptome zeigen. In diesem Fall wurde bisher die in der MRT gefundene Ventrikulomegalie als Normalbefund gewertet. Definierte Kriterien zur Abgrenzung einer Ventrikulomegalie von einem klinisch relevanten Hydrocephalus internus in der MRT fehlen bisher beim Hund.
In einer retrospektiven Studie wurden MRT-Befunde von asymptomatischen Hunden mit erweiterten Ventrikeln mit solchen mit klinisch relevantem Hydrocephalus internus verglichen, um Anzeichen einer intraventrikulären Druckerhöhung zu bestimmen.
In einer zweiten Studie wurde das relative Volumen an grauer Substanz, weißer Substanz und Liquor von mesozephalen Hunden und brachyzephalen Hunden mit erweiterten Ventrikeln verglichen, um festzustellen, ob das physiologische Verhältnis von weißer und grauer Substanz, welches bei allen Säugetieren gleich ist, auch bei brachyzephalen Hunden mit Ventrikulomegalie gilt.
In dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass brachyzephale Hunde mit Ventrikulomegalie weniger weiße Substanz aufweisen, so dass die Ventrikulomegalie nicht als physiologischer Zustand angesehen werden kann.
Hoch verdächtig für einen klinisch relevanten Hydrozephalus aufgrund von erhöhtem intraventrikulärem Druck ist eine Kombination der folgenden Kriterien: ein V/B Index größer als 0.6, eine Anhebung des Corpus callosum, eine Deformation der Adhesio interthalamica, periventrikuläre Ödeme, Erweiterung der Recessi olfactorii, Verstreichen der kortikalen Sulki und/oder des Subarachnoidalraumes und/oder Läsionen in der Capsula interna hinter dem Nucleus caudatus.
Kurzfassung auf Englisch: Enlarged ventricles often occur in brachycephalic dogs without associated clinical symptoms. So far the ventriculomegaly found on MRI in these cases was considered a normal variation. There are no defined criteria for distinguishing a ventriculomegaly from a clinically relevant hydrocephalus internus.
In a retrospective study MRT findings of asymptomatic dogs with enlarged ventricles were compared to those of dogs with clinically relevant hydrocephalus internus in order to determine signs of a high intraventricular pressure.
In a second study the relative volume of grey matter, white matter and CSF was determined in mesaticephalic dogs and brachycephalic dogs with ventriculomegaly in order to find out whether the physiological relationship between white and grey matter, which is the same in all eutherian mammals, also exists in brachycephalic dogs with ventriculomegaly.
Our data shows that brachycephalic dogs with ventriculomegaly have reduced cerebral white matter, so that the ventriculomegaly cannot be interpreted as a physiological condition.
Highly suspicious for clinically relevant dilation of the lateral ventricles due to increased intraventricular pressure is a V/B index greater than 0.6 together with an elevated corpus callosum and the presence of deformed intermediate mass, periventricular edema, dilation of the olfactory recess, thinning of the sulci and/or the subarachnoid space and/or disruption of the internal capsule adjacent to the caudate nucleus.
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