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Microfinance effect on child nutritional status : an example from West Nile, Uganda

Die Wirkung von Mikrofinanzdiensleitungen auf den Ernährungsstatus von Kindern am Beispiel Ugandas (West Nile Region)

Yeo, Emmanuela Ahou


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-118853
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2016/11885/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Mikrofinanzdienstleistungen , Ern√§hrungssicherung , Uganda , Kinder , Krisen
Freie Schlagwörter (Englisch): microfinance , nutrition , Uganda , child , crises
Universität Justus-Liebig-Universit√§t Gie√üen
Institut: Zentrum f√ľr internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU)
Fachgebiet: Haushalts- und Ern√§hrungswissenschaften - √Ėkotrophologie
DDC-Sachgruppe: Haushaltswissenschaften
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Englisch
Tag der m√ľndlichen Pr√ľfung: 30.08.2015
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 08.02.2016
Kurzfassung auf Englisch: BACKGROUND AND PURPOSE: This thesis is the result of a thorough search for effective and sustainable solutions to the problem of pediatric malnutrition. Two considerations have led to the research problem. Firstly, the fact that malnutrition is not only a physiological problem, but also the result of complex socio-economic conditions at household level. Secondly, the potential of microfinance services as poverty alleviation tools. The question was the following: If microfinance services prove to be effective for improving the socio-economic situation of the families, should they not be used as suitable instruments of nutrition security at household and child level? This research aimed at investigating whether, how and when microfinance services effectively contribute to improve child nutritional status.

THEORETICAL APPROACH: It was hypothesised that such a positive effect would deploy more often in the case of female borrowers and through an indirect path. Microfinance contribution to child nutritional status should mainly be explained by improved income and social power at individual level, which would in turn lead to better economic status at household level. An improved household wealth was supposed to have a positive impact on household food and health security and on child care.

EMPIRICAL APPROACH : These hypotheses were tested drawing upon data from a crosssectional, quasi-experimental survey among refugee households from the West Nile region of Uganda. Regression-based moderation and mediation procedures were applied as statistical tool.

EMPIRICAL EVIDENCE: The statistical analysis showed that children from households who benefited from microfinance had a significantly better height-for-age than control groups. This effect was mainly mediated through better household wealth, but not through individual socioeconomic empowerment. At a proximal level, what really mattered for child nutritional status was household health security, which was considerably influenced by individual income. Gender differences in microfinance overall effect on child nutritional status were not substantial in this context, although the underlying mediational mechanisms might differ. In fact, among men, microfinance negatively affected child care and positively household diet while those effects were not noticeable for women.

IMPLICATIONS: This thesis suggests that microfinance might be an appropriate tool for improving child nutrition in specific crisis-affected settings. It confirms the social dimension of child nutrition and advocates for a household perspective to inquiry nutritional processes.
Kurzfassung auf Deutsch: HINTERGRUND UND ZIEL: Diese Dissertation ist das Ergebnis einer grundlegenden Suche nach effektiven und nachhaltigen L√∂sungen f√ľr das Problem der p√§diatrischen Unterern√§hrung. Zwei Feststellungen haben zum Forschungsproblem gef√ľhrt. Zum einen, die Tatsache, dass Unterern√§hrung nicht nur ein physiologisches Problem, sondern auch die Folge von komplexen sozio√∂konomischen Gegebenheiten auf der Ebene der Haushalte darstellt. Zum anderen, die Popularit√§t von Mikrofinanzdienstleistungen als Armutsbek√§mpfungsma√ünahmen. Die Frage war die folgende: Wenn sich Mikrofinanzdienstleistungen als wirkungsvoll f√ľr die Verbesserung der sozio√∂konomischen Lage der Familien erweisen, sollten sie nicht als geeignete Instrumente der Ern√§hrungssicherung auf Haushalts- und Kinderebene eingesetzt werden? Diese Doktorarbeit besch√§ftigte sich damit, zu erforschen ob, wie und wann Mikrofinanzdienstleistungen tats√§chlich zur Verbesserung des Ern√§hrungsstatus von Kindern beitragen.

THEORETISCHER ANSATZ: Die empirische Literatur wies einen solchen positiven Effekt nur in einzelnen F√§llen und unter bestimmten Bedingungen auf. Insbesondere das Geschlecht des Kreditnehmers schien von Bedeutung zu sein, wobei Frauen √∂fter den gew√ľnschten Effekt beg√ľnstigten als M√§nner. Die Verbindung von Kredit zur Kinderern√§hrung sollte sich haupts√§chlich durch ein verbessertes Einkommen und soziale Macht auf der individuellen Teilnehmerebene erkl√§ren, die wiederum zur besseren wirtschaftlichen Lage des ganzen Haushalts f√ľhrte. Ist der Haushalt weniger arm, so ist mit positiven Auswirkungen f√ľr die Nahrungs- und Gesundheitsversorgung zu rechnen.

EMPIRISCHER ANSATZ: Diese Hypothesen wurden aufgrund von querschnitts-, quasiexperimentellen Haushaltsdaten aus Fl√ľchtlingssiedlungen in der West Nile Region in Uganda √ľberpr√ľft. Regressionsbasierte Modulations- und Mediationsverfahren wurden f√ľr die statistische Analyse angewandt.

EMPIRISCHE ERGEBNISSE: Die statistische Analyse zeigt, dass Kinder der mikrofinanzteilnehmenden Haushalte tatsachlich eine bedeutsam bessere K√∂rpergr√∂√üe f√ľr das Alter aufweisen. Die Wirkung ist haupts√§chlich durch den Wohlstand der Familie √ľbermittelt, nicht aber √ľber das individuelle sozio√∂konomische ‚ÄėEmpowerment‚Äô. Auf proximaler Ebene sind f√ľr den Ern√§hrungsstatus der Kinder die gesundheitlichen Bedingungen der Familie am meisten von Bedeutung. Es waren f√ľr die gesamte Wirkung von Mikrofinanzdienstleistungen auf den Ern√§hrungsstatus keine Geschlechtsunterschiede festzustellen. Doch zeigen einige Prozesse Besonderheiten. F√ľr M√§nner haben Mikrokredite negative Auswirkungen auf die Kinderf√ľrsorge und positive Auswirkungen auf die Haushaltsdi√§t. Beide Beziehungen waren bei Frauen unbedeutsam.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Diese Arbeit zeigt, dass Kleinkredite geeignete Instrumente zur Verbesserung der Ern√§hrung von Kindern aus Krisengebieten darstellen k√∂nnen. Sie best√§tigt die soziale Dimension von Kinderern√§hrung und setzt sich f√ľr eine Haushaltsperspektive zur Untersuchung von Ern√§hrungsprozessen ein.
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