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Untersuchungen zur Salztoleranz heimischer Wildrosen

F├Âller, Jens


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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-117855
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2015/11785/

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Universität Justus-Liebig-Universit├Ąt Gie├čen
Institut: Institut f├╝r Botanik, AG Spezielle Botanik
Fachgebiet: Biologie
DDC-Sachgruppe: Biowissenschaften, Biologie
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der m├╝ndlichen Pr├╝fung: 09.11.2015
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 16.11.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Unter Verwendungen einer Vielzahl von Untersuchungsmethoden und -richtungen konnten neue Erkenntnisse ├╝ber den Umgang von Rosen mit hohen Salzkonzentrationen gewonnen werden. Daneben konnte in der vorliegenden Arbeit gezeigt werden, dass Salz als Selektionsfaktor f├╝r die Besiedelung von Rosen in K├╝stenhabitaten wahrscheinlich nur eine untergeordnete Rolle spielt. Einzig die an den K├╝sten auftretende Salzspray lagert kontinuierlich Salz auf den Bl├Ąttern der Rosen ab, welches ├╝ber die Stomata aufgenommen wird. In Bezug auf die Invasivit├Ąt und den Konkurrenzdruck auf andere heimische Rosen durch und von R. rugosa spielt Salz mit gro├čer Wahrscheinlichkeit vermutlich aber keine gro├če Rolle. Vielmehr sind es andere typische Eigenschaften von R. rugosa, die einen Erfolg bei der Besiedelung garantieren.
Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen, dass vor allem die beiden an der K├╝ste in ihren nat├╝rlichen Habitaten vorkommenden Rosen, R. mollis und R. spinosissima, ├╝berwiegend Chlorid und Natrium in gro├čen Mengen in ihren Bl├Ąttern aufkonzentrieren und so toxische Werte erreichen, die zum Absterben der Pflanzen f├╝hren. Dies zeigte sich insbesondere durch die massiven Sch├Ąden an Bl├Ąttern und dem finalen Absterben der gesamten Pflanze. R. rugosa scheint hingegen Ionen in sch├Ądlichen Ma├če, bis zu einer gewissen ├Ąu├čeren Konzentration, ├╝berhaupt nicht erst aufzunehmen, gibt diese direkt wieder ab oder lagert vermehrt in Wurzel und Spross ein. Durch die Salzaufnahme zeigten alle Versuchspflanzen eine Reduktion der Biomasse. Das Absterben durch hohe Salzkonzentrationen kann durch physiologische Untersuchungen nachvollzogen werden. So nehmen die Photosyntheseraten ab oder k├Ânnen ├╝berhaupt nicht mehr erfasst werden, die Vorg├Ąnge der Energie├╝bertragung am Photosystem II kommen nahezu oder v├Âllig zum Erliegen und aufgenommene Energie wird als W├Ąrmestrahlung, Fluoreszenz oder auf unkontrollierte Art und Weise wieder abgegeben. Mit steigender Meerwasserkonzentration nimmt durch die Sch├Ądigungen am Photosyntheseapparat die Photoinhibition kontinuierlich zu. Einzig R. rugosa scheint Mechanismen zu besitzen, die aufgenommenes Salz aus den photosynthetischen Zentren heraushalten.
Kompatible Solute in Form von Zuckern f├╝r den Ausgleich des osmotischen Gleichgewichts und der Aufrechterhaltung des Wasserpotentials, um Wasser aus dem Boden aufnehmen zu k├Ânnen, spielen eher eine untergeordnete Rolle. F├╝r das osmotische Gleichgewicht wird eher energetisch ÔÇ×g├╝nstigesÔÇť Natrium und Chlorid aufgenommen, was aber wie bereits genannt, zu toxischen Konzentrationen f├╝hren kann.
Untersuchungen zu weiteren M├Âglichkeiten, die den Rosen Vorteil im Umgang mit Salz bringen k├Ânnten, brachten keine weiteren Erkenntnisse. Silicum als stresstoleranzf├Ârderndes Element ist an den nat├╝rlichen Standorten nicht in ausreichender Menge frei verf├╝gbar, um eine Wirkung haben zu k├Ânnen. ÔÇ×Plant growth promoting bacteriaÔÇť der ACC-Deaminase-Bakterien konnten zwar an Wurzeln von R. rugosa im nat├╝rlichen Habitat und an Wurzeln von Versuchspflanzen gefunden werden, ihre Auswirkungen auf die Salzvertr├Ąglichkeit von Rosen konnte in einer anderen Arbeit aber als bisher nicht feststellbar eingeordnet werden.
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