Giessener Elektronische Bibliothek

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Bericht zum Workshop "GeoHumanities: Karten, Daten, Texte in den Digitalen Geisteswissenschaften"

Binder, Frank ; Entrup, Bastian ; Schmidt, Annalena


Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (342 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-111077
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2014/11107/


Freie Schlagwörter (Deutsch): GeoHumanities , Karten , Daten , Texte , digitale Geisteswissenschaften
Universität Justus-Liebig-UniversitĂ€t Gießen
Institut: Zentrum fĂŒr Medien und InteraktivitĂ€t
Fachgebiet 1: Mathematik und Informatik, Physik, Geographie fachĂŒbergreifend
Fachgebiet 2: Sprache, Literatur, Kultur fachĂŒbergreifend
DDC-Sachgruppe: Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
Dokumentart: ResearchPaper
Zeitschrift, Serie: GeoBib Dokumentation ; M2.3V/M4.4V
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 09.10.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Am 25. MĂ€rz 2014 fand in Passau der vom Projekt „GeoBib“ veranstaltete Workshop „Geo-Humanities: Karten, Daten, Texte in den digitalen Geisteswissenschaften“ statt. Im Kontext der ersten Jahrestagung des Verbandes „Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd)“ war es das Ziel des Workshops, Vertreter verschiedener geisteswissenschaftlicher Fachrichtungen sowie aus Geographie, Informatik, Geoinformatik und den „Digital Humani-ties“ zusammenzubringen. Gemeinsam sollten aktuelle Arbeiten an den Schnittstellen zwi-schen den (digitalen) Geisteswissenschaften und den soeben genannten Disziplinen beleuchtet werden.

Die zu diesem Themenkomplex eingeladenen Vortragenden beschĂ€ftigen sich dementspre-chend mit sehr verschiedenartigen Forschungsfeldern – von der Regionalsprachenforschung (J. E. SCHMIDT, Marburg) und Lexikographie (E. WANDL-VOGT, Wien mit R. THERON, Sa-lamanca) ĂŒber ArchĂ€ologie (L. LOOS, Heidelberg) und Altertumswissenschaften (R. SIMON, Wien, PELAGIOS) bis hin zu regionalgeschichtlichen und literaturbezogenen Fragestellungen (A. VOLKMANN, Heidelberg). Flexibel einsetzbare webbasierte Softwarelösungen zur Visuali-sierung und Auswertung raum-zeitlicher Daten (TH. KOLLATZ, Essen, DARIAH-DE und S. JÄNICKE, Leipzig) wurden ebenso thematisiert wie allgemeine Verfahren und Herausforde-rungen bei der Erkennung und Extraktion geographischer Informationen und Relationen aus textuellen Daten (A. BLESSING / J. KUHN, Stuttgart, CLARIN-D, und A. HENRICH, Bamberg) und historischen Dokumenten (L. LOOS, Heidelberg). Die Special Interest Group „GeoHuma-nities“ des Dachverbandes ADHO, welche auf dem Workshop ebenfalls vorgestellt wurde (Ø. EIDE, Passau), bietet eine Möglichkeit ĂŒber den Workshop hinaus als entstehende Community in Kontakt zu bleiben.
Mit ĂŒber 60 Teilnehmern und regen Diskussionen lieferte der Workshop einen gelungenen Beitrag zum Rahmenprogramm der anschließenden Konferenz „DHd 2014“ an der UniversitĂ€t Passau.

Dieses Dokument bĂŒndelt die Informationen zum Workshop. ZunĂ€chst werden die Zielset-zung und das Konzept des Workshops vorgestellt, anschließend finden sich der Ablaufplan des Workshops sowie kurze Zusammenfassungen der WorkshopbeitrĂ€ge. Eine Sammlung von Ressourcen zu den Workshopthemen bietet Einstiegsmöglichkeiten fĂŒr eine tiefere BeschĂ€fti-gung mit den vorgestellten Aspekten der GeoHumanities. Ausgangspunkte hierfĂŒr sind die Projekte und Publikationen der Vortragenden.

Das Dokument ist Teil der Schriftenreihe „GeoBib Dokumentation“, welche die im Laufe des Projekts "GeoBib" entstehenden internen Reports umfasst und somit die fortlaufenden Projektarbeiten dokumentiert.

Ziel des Projekts GeoBib ist es, die frĂŒhen Texte der deutsch- bzw. polnischsprachigen Holocaust- und Lagerliteratur von 1933 bis 1949 zu erfassen und deren bibliographische Angaben (ohne Volltexte) in einer Online-Datenbank bereit zu stellen. So können diese frĂŒhen Texte, die in weiten Teilen aus dem kulturellen und kollektiven GedĂ€chtnis verdrĂ€ngt wurden, fĂŒr die öffentliche, wissenschaftliche und didaktische Wahrnehmung erschlossen und aufbereitet werden. Die systematische Erfassung der bis 1949 publizierten Texte sowie die Anreicherung durch exemplarische Informationen zu den Verfassern, zu gegebenenfalls erschienenen Rezensionen und SekundĂ€rliteratur orientieren sich dabei an internationalen Annotationsstandards. Metadaten und Textinhalte (Orte, Lager, Gettos etc.) werden georeferenziert, d.h. anhand von Kartenmaterial verortet und in einem geographischen Informationssystem erfasst und dargestellt. Das zu entwickelnde Web-Portal soll dabei – neben der bibliographischen Suche – auch ĂŒber geographische Karten gezielt Texte zu einer bestimmten Region auffindbar machen. Dabei sollen Abfragemöglichkeiten nach rĂ€umlichen Kriterien und bibliographischen Attributen kombinierbar sein.
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